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Jesus sagt in Joh 4, 24: πνεῦμα ὁ θεός (pneuma ho theos), „Geist ist Gott“.
Geist ist vor der Materie. Aus ihm ist geht sie hervor. Sie ist in geistiger Form in ihm enthalten – unendlich wie er. Sie stülpt sich aus ihm heraus bzw. er stülpt sich in sie aus. In einer kontinuierlich anhaltenden Bewegung. Materie ist unendliche Ausstülpung des Geistes. Bei dieser Ausstülpung entsteht zugleich der Ur-Laut, das Schöpfungswort, das sie hervorbringt. Altmenschen hören ihn. Wer ihn hört, kann ihn auch nachahmen.
Während aller Geist sich „materialisiert“, unendlich Form wird, vergeistigt sich wiederum alle Form und wird leer von Materie, wird unendlich Leere.

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Selten habe ich das Jahr über so viele schwangere Frauen und junge Mütter (und Väter!) mit kleinen Kindern gesehen wie in diesem 2. Jahr der sog. Corona-Pandemie. Das ist ein gutes Zeichen.

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Heute beginnt die 2. Synodalversammlung des Synodalen Weges der Katholischen Kirche in Deutschland.
Die für diesen 30. September vorgesehenen liturgischen Texte (u.a. Mt 13, 47-52 zum Gedenktag des hl. Kirchenlehrers Hieronymus und Lk 10, 1-12 für den Donnerstag der 26. Woche im Jahreskreis B) nehmen das „Ende der Welt“ in den Blick, wenn „die Engel kommen und die Bösen von den Gerechten trennen“ werden.

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Auf der politischen Bühne erschien dieBasis im Sommer der Großen Verwirrung MMXX und wurde für viele zu einem Zeichen der Hoffnung.

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Die Bundestagswahl ist gelaufen, ihr Ergebnis steht annähernd fest. Was es bedeutet, wird ausgiebig nach dem üblichen Muster von den „Experten“ analysiert. Etwa 24 Millionen Bundesbürger*innen haben die wohl letztendlich koalierenden Parteien und damit die „Abgeordneten“ gewählt, die die mehr als 80 Millionen Einwohner Deutschlands „regieren“ werden. 70 % der hier lebenden Bevölkerung (die Mehrheit!) wird also im Prinzip in den kommenden 4 Jahren ohne ausdrückliche Zustimmung einer Minderheit von 30 % derselben Bevölkerung untertan sein.

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„Jerusalem wird eine offene Stadt sein“, lautet eine Prophezeiung der Heiligen Schrift (Sach 2, 8).
Eine wunderbare Aussicht – gerade in den jetzigen Zeiten!
Auf politischem Wege lässt sie sich allerdings nicht erfüllen. Ihre Voraussetzung ist nämlich, dass והיה die Mitte von allem ist, der Dreh- und Angelpunkt. Andernfalls gibt es in einer offenen (Stadt-)Gesellschaft kein friedliches Zusammenleben der Vielen.
Diese Voraussetzung missachten wir leider viel zu sehr!
Wenn wir uns als Gesellschaft überhaupt noch um „Religion“ kümmern – gleich um welche – dann in Form einer Religionskritik, die oft genug das „Kind mit dem Bade“ ausschüttet.
Wir wollen anscheinend von G’tt nichts mehr wissen, setzen unser Vertrauen in „die Wissenschaft“ und bedenken überhaupt nicht, dass sie unser eigenes Machwerk - ein Götze! - und mindestens von ebenso vielen Interessen bestimmt ist, wie die real existierenden Religionen und ihre Institutionen.
Diese zu kritisieren und ihnen, d.h. den Menschen, die sie vertreten bzw. ihnen angehören, den Spiegel vorzuhalten, in dem sie ihre eigenen Fehlentwicklungen erkennen können, ist wichtig und richtig. Wenn allerdings bei diesem Vorgehen darauf verzichtet wird, das Korrektiv anzubieten, das in der geduldigen und beständigen Übung der Liebenden Präsenz besteht, sind die desaströsen Folgen absehbar. Zu dieser Übung gehört nämlich auch, G‘tt „machen“ und das eigene Machenwollen bleiben zu lassen. Denn es heißt: „Siehe, ICH komme und wohne in deiner Mitte“ (Sach 2, 14)! Freuen wir uns also und jubeln in der Erwartung des Geistes der Liebenden Präsenz. Er wird von sich aus über uns kommen, wenn wir uns ihm auch nur ein klein wenig öffnen, d.h. sie üben….

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