103

Was immer in diesen Schreckenszeiten geschieht: es kommt der Tag, an dem wir „wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem, der Unrecht tut, zwischen dem, der Gott dient und dem, der ihm nicht dient“ (Mal 3, 18). Diese Ansage sollte uns beruhigen, auch wenn uns der Wind des Wandels – in diesem Fall zum Schlechteren! – noch so heftig ins Gesicht bläst. Die Scheidung der Geister verläuft genau an der genannten Schnittstelle: zwischen denen, die die Menschenwürde mit den Füßen treten und denen, die sie achten; zwischen denen, die sich im liebevollen Gegenwärtigsein üben und denen, die nichts merken wollen, sich immer nur anpassen, achtlos und unaufmerksam dahinleben, nicht hören, nicht reden, nicht laut aufschreien ob allen Unrechts; zwischen denen, die wachsam sind und denen, die schlafen…
Ihnen droht am Ende – und das Ende ist wahrlich nicht in unserer Hand sondern in der Hand von יהוה ICHBINDA! – der Tag, der kommt: „der brennt wie ein Ofen: Da werden alle Überheblichen und Frevler zu Spreu, und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, spricht der Herr der Heere. Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen bleiben“ (Mal 3, 19).

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102

Jesus sagt in Joh 4, 24: πνεῦμα ὁ θεός (pneuma ho theos), „Geist ist Gott“.
Geist ist vor der Materie. Aus ihm ist geht sie hervor. Sie ist in geistiger Form in ihm enthalten – unendlich wie er. Sie stülpt sich aus ihm heraus bzw. er stülpt sich in sie aus. In einer kontinuierlich anhaltenden Bewegung. Materie ist unendliche Ausstülpung des Geistes. Bei dieser Ausstülpung entsteht zugleich der Ur-Laut, das Schöpfungswort, das sie hervorbringt. Altmenschen hören ihn. Wer ihn hört, kann ihn auch nachahmen.
Während aller Geist sich „materialisiert“, unendlich Form wird, vergeistigt sich wiederum alle Form und wird leer von Materie, wird unendlich Leere.

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101

Selten habe ich das Jahr über so viele schwangere Frauen und junge Mütter (und Väter!) mit kleinen Kindern gesehen wie in diesem 2. Jahr der sog. Corona-Pandemie. Das ist ein gutes Zeichen.

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100

Heute beginnt die 2. Synodalversammlung des Synodalen Weges der Katholischen Kirche in Deutschland.
Die für diesen 30. September vorgesehenen liturgischen Texte (u.a. Mt 13, 47-52 zum Gedenktag des hl. Kirchenlehrers Hieronymus und Lk 10, 1-12 für den Donnerstag der 26. Woche im Jahreskreis B) nehmen das „Ende der Welt“ in den Blick, wenn „die Engel kommen und die Bösen von den Gerechten trennen“ werden.

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99

Auf der politischen Bühne erschien dieBasis im Sommer der Großen Verwirrung MMXX und wurde für viele zu einem Zeichen der Hoffnung.

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98

Die Bundestagswahl ist gelaufen, ihr Ergebnis steht annähernd fest. Was es bedeutet, wird ausgiebig nach dem üblichen Muster von den „Experten“ analysiert. Etwa 24 Millionen Bundesbürger*innen haben die wohl letztendlich koalierenden Parteien und damit die „Abgeordneten“ gewählt, die die mehr als 80 Millionen Einwohner Deutschlands „regieren“ werden. 70 % der hier lebenden Bevölkerung (die Mehrheit!) wird also im Prinzip in den kommenden 4 Jahren ohne ausdrückliche Zustimmung einer Minderheit von 30 % derselben Bevölkerung untertan sein.

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