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Heute, am 8. September, kommen drei Zeiten zusammen, die für mich als interreligiösen Dialogbegleiter von Bedeutung sind: der zweite Tag von Rosh Hashanah, dem jüdischen Neujahrsfest (2. Tishrei 5782); die katholischen, orthodoxen und anglikanischen Kirchen feiern heute das Fest der Geburt Mariens; Sri Nisargadatta Maharaj, mein hochverehrter indischer Guru, starb heute vor 40 Jahren.

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Während die Menschen jüdischen Glaubens heute, am 7. September 2021, „das Haupt des Jahres 5782“ - ihr Neujahr - feiern und יהוה ICHBINDA als ihren allerhabenen König preisen, lässt die katholische Kirche in ihrer Tageslesung vom Dienstag der 23. Woche im Jahreskreis (Kol 2, 6-15) ausgerechnet Folgendes vortragen:

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Priesterliches Yoga besteht darin, dass jeder Vollzug des Lebens in völliger Geistesklarheit, Wachheit und Achtsamkeit getan wird – in liebevoller Präsenz eben.
Dabei fängt die Zeit an, sich zu dehnen und zu verlangsamen. Um das zu fördern, ist es wichtig, alles Tun zu verlangsamen und alles Lassen zu beschleunigen.
Nur so kann uns auch der notwendige spirituelle Reset gelingen, nur so können wir zu einem Neuanfang kommen und erkennen, dass das pneuma tou theou allen Menschen von Anfang an mitgegeben, ja, dass sie Teil des ruach יהוה, „seines“ Ausatems, sind.

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Der erste Federweiße im Supermarkt ist eines der untrüglichen Zeichen, dass der Herbst mit seinen ganz eigenen Sinneseindrücken und -genüssen naht.

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In jedem Menschen wohnt G’tt. In Jesus dem Christus, dem Gesalbten, dem Messias, dem Heiligen G’ttes wollte יהוה ICHBINDA „mit seiner ganzen Fülle wohnen“. Und G’tt wollte es so, „um durch ihn alles zu versöhnen“. Im Brief an die Gemeinde zu Kolossä (Kol 1, 15-20), aus dem an diesem Freitag der 22. Woche im Jahreskreis B/1 gelesen wird, schreibt sein Verfasser geradezu hymnisch von dieser mystischen Dimension des christlichen Glaubens.

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