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Krankheiten und Tod zu beseitigen gehört zum Optimierungsprogramm der szientistisch-materialistischen Postmoderne. Logischerweise muss dementsprechend alles ausradiert werden, was zu Krankheit und Tod führt, insbesondere jede Art von Krankheitserregern biologischer Art.
Dazu zählen in Zeiten wie diesen vor allem die Viren, um die sich alles dreht: die Coronaviren in ihren sämtlichen schon detektierten und noch zu entdeckenden Varianten bzw. Mutanten. Sie sind die derzeitigen vor allem medial gehypten Hauptfeinde der Gesundheit und des Überlebens. Sie müssen unschädlich gemacht, besiegt und idealerweise für immer ausgerottet werden.
Ausrottung ist laut Yuval Noah Harari‘s „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ seit Jahrzehntausenden eine Lieblingsbeschäftigung der menschlichen Spezies, und nachdem wir einen Großteil der makroorganismischen Fauna und Flora vernichtet haben, soll es jetzt den Mikroorganismen an den Kragen gehen.
Der Motor dieses „Krieges“ ist die Angst um das eigene Überleben. Es zu sichern rechtfertigt heutzutage anscheinend jeden Preis – selbst den der verringerten Qualität des Lebens, das übrig bleibt, wenn es vor dem Tod bewahrt ist. Was bei einem solchen Vorgehen im größeren Maßstab letztlich herauskommt, ist eine Gesellschaft von Behinderten, die ihr Leben lang von technischen Hilfsmitteln und Medikamenten abhängig sind.

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Wie können die, die Jesus „nachfolgen“ möchten – selbst wenn sie formell aus ihrer katholischen, evangelischen und sonstigen Kirchengemeinschaft „ausgetreten“ sind – in seinem Sinne leben und seine frohmachende Botschaft verbreiten?
Als erstes können sie sich an ihn wenden und im Gebet, in der Lektüre der Heiligen Schrift und in der Stille seine Nähe suchen.
Aus solcher Nähe ergibt sich von selbst, wie sie leben und ihn in ihrem Leben bezeugen können.
Dafür brauchen sie keine kirchliche Struktur und Organisation. Es genügt, wenn sie in mündiger und d.h. verantwortungsvoller Weise ihre Suche gestalten. Je näher sie ihm kommen, desto klarer erkennen sie, wie er war: begeistert von seinem G‘tt, von יהוה, friedfertig, furchtlos, bescheiden, sanftmütig und vertrauensvoll. Er heilte die Menschen von ihren Krankheiten und nahm von ihnen, was sie beschwerte. Er sagte ihnen: „G’tt ist da in eurem Leben. Ihr könnt euch ihm anvertrauen! Er ist stärker als alles, denn er ist das LEBEN eures Lebens!“ Und er teilte mit ihnen!

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Wenn eine wie immer geartete Liebe zwischen zwei Menschen durch Missverstehen scheitert und eine innere Trennung stattfindet, können sie sich nur noch äußerlich begegnen. Innerlich sind sie fortan füreinander gestorben und leben in ihren je eigenen Welten und Wirklichkeiten weiter, die sich nicht mehr vermischen oder überschneiden. Selbst wenn sie einander sehen, sehen sie nur noch die Bilder und Vorstellungen, die sie voneinander haben, aber nicht mehr die wirklichen Personen. Selbst wenn sie etwas gemeinsam unternehmen, berühren sie sich nicht mehr, teilen nichts mehr, erleben die EINE WIRKLICHKEIT auf ihre je eigene, voneinander getrennte Weise.
Vielleicht haben sie aber auch Glück, begegnen einander neu und werden für einander wieder punktuell lebendig. Dazu braucht es eine große Bereitschaft, sich nicht wieder ineinander zu verstricken und zu verhaken, sondern sich gegenseitig unbedingt so zu achten und zu lassen, wie sie sind. Sie bleiben innerlich und äußerlich respektvoll auf Abstand und wahren ihre jeweiligen Grenzen – körperlich, seelisch und geistig!

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Wenn wir das Vaterunser präsentisch verstehen und übersetzen, könnten die ersten drei sog. Vaterunser-Bitten, die auf die einleitende Anrufung „Unser Vater in den Himmeln“ folgen, so formuliert werden:

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Der Rabbi Jeshua ben Joseph lehrte seine Schüler auf ihre Nachfrage hin ein einziges Gebet. Wir Christen nennen es das Vaterunser. In diesem Gebet kulminiert die gesamte Spiritualität des Judentums.
● Es beinhaltet als erstes die unbedingte Heiligung des Namens des einen und einzigen G’ttes ( יהוה ) – die Heiligung einer hebräischen Buchstabenfolge und ihrer Bedeutung, und nicht eines Ortes, eines Dings, einer Kreatur.

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