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Mein Passauer Generalvikar sagte zu mir vor ein paar Tagen angesichts so vieler schier unlösbarer kirchlicher Probleme: „Erlösung ist nicht unsere Aufgabe“.

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„ER ist unser Friede“, schreibt der zu Jesus umgekehrte Jude Saulus aus Tarsus in seinem Brief an die Christengemeinde in Ephesus (Eph 2, 14). Und er meint damit natürlich ihn, den Juden Jesus aus Nazareth, den er als den verheißenen Messias ansieht. In vielen theologischen Ausführungen klärt er in seinen Briefen die Messianität Jesu, die er bis zu seinem Bekehrungserlebnis vor Damaskus vehement abgelehnt und bekämpft hatte.
Er hat erkannt und bekennt seither mit leidenschaftlichem Eifer: Jesus IST „der, der da kommen soll“ (Mt 11, 3), und er bringt denen den Frieden, den Schalom, die auf ihn vertrauen.
Und er bringt uns nicht nur Frieden, sondern IST Frieden, weil er den Dualismus beendet und das Getrennte eint: „ipse est enim pax nostra qui fecit utraque unum“ – weil er in seiner Person aus beiden, Juden und Nichtjuden, das EINE Gottesvolk macht, die in יהוה ICHBINDABEIEUCH geeinte Menschheit.

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Die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres liegen hinter uns. Dieses Wissen macht etwas mit uns. Es polt uns gewissermaßen um. Wir sind nicht mehr auf das Immer-Weniger ausgerichtet, sondern wieder auf das Immer-Mehr – bis auch dieses wieder kulminiert im ewigen Auf und Ab. Im Kreislauf des Lebens. In der Bewegung des Seins.

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