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Bei der Lektüre des Schott-Tagesimpulses für den heutigen Freitag, 15. Juli 2022 hat mich das Zitat aus einem Text des evangelischen Theologen Helmut Thielicke an die derzeitigen Versuche erinnert, im Rahmen des sog. „Great Reset“ eine transhumane Welt zu schaffen:

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228

Vielen Menschen wird dieser Tage das Leben zu viel. Sie stöhnen unter all der Plackerei um den Lebensunterhalt und ihr Vorwärtskommen. Obendrein nehmen sie täglich so viel mediales Gift auf, dass sie vor Angst und innerer Unruhe vergehen möchten. Sie sind fremdbestimmt und ferngesteuert - getriebene Sklaven des „new normal“.

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225

Es gibt Situationen im Leben, die in einem Menschen das Gefühl hervorrufen, „am Boden zerstört“ zu sein. Wer sich so fühlt, besteht allenfalls noch aus seinen/ihren körperlichen Fundamenten. Und selbst sie sind erschüttert. Wer sich so fühlt, ist Ruine. Auch der Geist liegt dann am Boden, und jegliche Inspiration ist aus ihm gewichen.

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Überregionale bayrische Tageszeitungen veröffentlichten am 6.Juli ein denkwürdiges Foto aus dem Germanischen Nationalmuseum. Es zeigt ein von Albrecht Dürer entworfenes prachtvolles Altarretabel. Das wohl in der Kapelle des Nürnberger Zwölfbrüderhauses ursprünglich vorhandene Altarbild fehlt jedoch.
Möglicherweise hat der Fotograf die in dem Rahmen zu sehenden Personen aufgefordert, sich so hinter dem Retabel zu platzieren, dass sie wie Heiligenfiguren wirken, die es umrahmt – eine Art lebende Skulpturengruppe (an der blaugrauen Wand etwa zwei Meter hinter dem Dürer’schen Altaraufsatz sind zwei Tafelbilder zu sehen, die möglicherweise auch von unserem größten deutschen Renaissancekünstler stammen)!
Von den acht Personen „in“ dem Retabel, die quasi als Installation zusammen mit ihrer Rahmung ein neues Kunstwerk bilden, sind nur vier in nahezu voller Größe sichtbar; die übrigen vier verschwinden weitgehend hinter den buchstäblich prominenten.
Diese sind: fast mittig, groß und breitschultrig Markus Söder, bayrischer Ministerpräsident; zu seiner Rechten angeschrägt im Vordergrund und überlegen lächelnd - die rechte Hand liegt auf dem Retabelrahmen - der deutsche Bundespräsident Frank Walter Steinmeier; zu Söder‘s Linken im roten Kleid mit schwarzer Weste, fast schon an die Seite gedrängt, aber den Kopf mit den langen und glatten, hellblonden Haaren frontal dem Betrachter zugewandt und zaghaft lächelnd, die bayrische CSU-Europa-Ministerin Melanie Huml. Zwischen den beiden Herren schaut in der zweiten Reihe so gekonnt wie gequält lächelnd der bayrische Innenminister Joachim Herrmann hervor.
Die Haltung und geradezu priesterliche Mimik des Ministerpräsidenten gibt der Anordnung der Personen noch eine besondere, fast liturgische Note: Er hat die Hände in einer häufig bei Männern zu sehenden Gebetshaltung vor dem Hosenbund übereinander gelegt und richtet im Gegensatz zu allen anderen Figuren den Blick steil nach oben.

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