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Mein Passauer Generalvikar sagte zu mir vor ein paar Tagen angesichts so vieler schier unlösbarer kirchlicher Probleme: „Erlösung ist nicht unsere Aufgabe“.

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„ER ist unser Friede“, schreibt der zu Jesus umgekehrte Jude Saulus aus Tarsus in seinem Brief an die Christengemeinde in Ephesus (Eph 2, 14). Und er meint damit natürlich ihn, den Juden Jesus aus Nazareth, den er als den verheißenen Messias ansieht. In vielen theologischen Ausführungen klärt er in seinen Briefen die Messianität Jesu, die er bis zu seinem Bekehrungserlebnis vor Damaskus vehement abgelehnt und bekämpft hatte.
Er hat erkannt und bekennt seither mit leidenschaftlichem Eifer: Jesus IST „der, der da kommen soll“ (Mt 11, 3), und er bringt denen den Frieden, den Schalom, die auf ihn vertrauen.
Und er bringt uns nicht nur Frieden, sondern IST Frieden, weil er den Dualismus beendet und das Getrennte eint: „ipse est enim pax nostra qui fecit utraque unum“ – weil er in seiner Person aus beiden, Juden und Nichtjuden, das EINE Gottesvolk macht, die in יהוה ICHBINDABEIEUCH geeinte Menschheit.

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Die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres liegen hinter uns. Dieses Wissen macht etwas mit uns. Es polt uns gewissermaßen um. Wir sind nicht mehr auf das Immer-Weniger ausgerichtet, sondern wieder auf das Immer-Mehr – bis auch dieses wieder kulminiert im ewigen Auf und Ab. Im Kreislauf des Lebens. In der Bewegung des Seins.

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Die Geschichte des Evangelisten Matthäus von der Geburt Jesu (vgl. Mt 1, 18-24) könnten wir auch folgendermaßen lesen:
Maria wuchs in einer frommen jüdischen Familie auf. Sie war ein religiös hochsensibles Kind und realisierte schon früh, dass sie immerzu in der Gegenwart des G’ttes Israels, יהוה ICHBINDABEIEUCH, lebt. So erfüllt war sie von der g’ttlichen Allgegenwart, dass sie das Kommen des Messias, das damals alle gläubigen Juden herbeisehnten, mit allen ihren Kräften, den geistig-spirituellen wie den seelisch-körperlichen erwartete.
Ihre Liebe zu יהוה war so groß, dass sie wie so viele junge jüdische Frauen in dieser Zeit glaubte, „ER“ zeuge in ihr den Messias und sie werde dessen Mutter werden – damit endlich der Verheißene komme.
So sehr hat sie sich in die prophetische Ansage hineinversenkt, dass sie schon „guter Hoffnung“ war noch bevor sie ihren Verlobten Josef geheiratet hatte, dessen „Gerechtigkeit“ betont wird.
Er ist ein Maria vergleichbar spirituell hochsensibler Mann und sogar offen für Traumbotschaften aus der ihm vertrauten überirdischen Welt.
So einem Traum folgend heiratet er Maria trotz der Veränderung, die mit ihr vorgegangen war – oder vielleicht gerade deswegen, weil er erkannte, wie sehnsüchtig sie sich ein Kind wünscht, wie sehnsüchtig sie die Mutter des Verheißenen werden will, dessen Ankunft er ja ebenfalls erwartete.
So kommen sie denn zusammen, teilen fortan Tisch und Bett und erzählen niemandem von dem, was ihnen an Merkwürdigem und Wundersamem widerfahren war, was sie erlebt haben und erleben.
Josef schläft natürlich in der Hochzeitsnacht mit ihr, wie es seine Pflicht als Ehemann ist, und Maria ist glücklich, den „Sohn des Allerhöchsten“ unter ihrem Herzen zu tragen.
Nachdem ihre Cousine Elisabeth sie als „Mutter meines Herrn“ erkannt und anerkannt hat, verliert Maria alle Angst vor der eigenen Courage. Ihre Schwangerschaft wird in dem Bewusstsein, dass in ihr der Allgegenwärtige als Mensch heranwächst, zu einem religiös-geistlichen Höhenflug, der dann „programmgemäß“ im Stall von Bethlehem mit ihrer Niederkunft und der Geburt eines gesunden Jungen endet….

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In dieser JETZTZEIT kommt alles auf den Prüfstand, all unsere Wirklichkeitskonstrukte, alle Narrative – gleich welchen Inhalts, welcher Tendenz, welcher Struktur. Verständlicherweise möchten wir gerne unsere persönlichen Konstrukte und Narrative aufrechterhalten und fürchten deren Zusammenbruch. Aber: so wie es unter diesen coronarischen Bedingungen aussieht, blüht er uns allen. Die Verunsicherung hat globale Ausmaße angenommen, und sie ergreift alle, gleich auf welcher Seite wir stehen oder zu stehen meinen.
Und das muss auch so sein, damit überhaupt etwas wirklich Neues entstehen kann und nicht immer das Alte, längst Überkommene nur neu aufgelegt wird. Für die bereits in Gang befindliche Große Transformation, deren Ausgang völlig offen ist und sich sicher nicht nach einem Herrn Schwab und seinen Vorstellungen von einem Great Reset richten wird, werden wir noch vieles loslassen müssen oder auch freiwillig über Bord werfen.

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