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Der Oktober verabschiedet sich mit strahlendem Sonnenschein. Er erwärmt zahllose kleine geflügelte Wesen, so dass sie noch einmal die Kraft haben, sich durch die Luft zu bewegen und zugleich vom Wind forttragen zu lassen. Für viele wird es wohl ihr letzter Flug sein…

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119

Wenn der Grauschleier über dem Land hängt, dämpft er alle Farben. Was im Sonnenlicht sonst leuchtet und jubelt, ist nun matt und stumm.

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118

Heute feiert meine Kirche den Apostel Judas Thaddäus und mit ihm zusammen Simon den Zeloten. Beide kämpften für die Befreiung Israels vom römischen Joch, bis Jesus sie zu Kämpfern für das Reich seines Vaters berief, das bekanntlich nicht hier oder dort ist, sondern mitten und inwendig in uns. Aus gewaltbereiten Kämpfern wurden Friedensboten in Wort und Tat, die den Menschen beispielhaft vor Augen führten, dass sich ihre Not nur durch einen Sinneswandel und die Änderung ihres Verhaltens wenden lässt – durch die erneute Ausrichtung auf יהוה ICHBINDA und die Liebe zum Mitmenschen. Jesu Sendung hatte ja darin bestanden, die Menschen seiner Zeit – auch die Befreiungskämpfer! – zu dieser „Umkehr“ zu bewegen. Dafür hat er sein Leben aufs Spiel gesetzt und letztlich auch geopfert.
Beide Apostel haben für diese Botschaft und für Jesus, ihren Verkünder, der für sie der Messias war, der „Sohn des lebendigen G’ttes“ (Mt 16, 16), ihrerseits ihr Leben hingegeben. Judas Thaddäus wurde mit einer Keule zu Tode gemartert, Simon der Zelot mit einer Säge.
Judas Thaddäus hat sich einen Namen als Helfer in aussichtslosen Notlagen gemacht. Er ist der Patron „des Unmöglichen“…

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Die goldenen Oktobertage sind die beglückendsten im Herbst. Der Glanz der Sonne lässt noch einmal alles aufstrahlen, was das Jahr so reich gemacht hat und sich vollendet. In grandiosen Gelb- und Rottönen verabschiedet es sich, ehe das novemberliche Todesgrau und –dunkel das Leben zu verschlucken scheint und Ruhe einkehrt.

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