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Waltet im Sein so etwas wie ein allumfassender Wille, dass alles „heil“ sei - ein „Heilswille“ mit anderen Worten? Das ist eine theologische Fragestellung. Ein anderer, weniger anthropomorpher, mehr naturwissenschaftlicher Ausdruck für „heil“ lautet: „im Gleichgewicht“.
Unverkennbar waltet in der Wirklichkeit in und um und zwischen uns die Tendenz zum Gleichgewicht, zum Ausgleich der Kräfte, zur Balance, zur Homöostase. Selbst Krankheiten, das Pandemietheater rund um das Corona-Virus, Erdbeben und Klimawandel lassen sich als Kräftespiel verstehen, das auf Ausgleich zielt. Und „Ausgleich“ ist nichts anderes als Heilwerden. Wenn also schon in der uns umgebenden Natur eine allumfassende Tendenz (wir können auch sagen: ein „Wille“) zum „Gleichgewicht der Kräfte“ alias zum „Heil“ zu beobachten ist, wieviel mehr müssen wir es als unsere Aufgabe ansehen, „das Heil zu wirken“, d.h. unseren Beitrag zu leisten, dass alles, angefangen bei einer*m selbst, immer mehr ins Gleichgewicht kommt, in den „Schalom“!
Der Jude Jesus aus Nazareth in Galiläa hat sich diese Aufgabe zu eigen gemacht: „Ich will es!“ (Mt 8, 3). Er hat sich als von יהוה ICHBINDA beauftragt gewusst, heilend und rettend zu wirken. Und er ist dafür in der Liebenden Präsenz, die er in Person war, bis zum Äußersten gegangen! Wer sich als Christ*in begreift, sagt ebenfalls: „Ich will“ meinen persönlichen Beitrag zur Heilung der Welt leisten und „das gute Werk vollenden“ helfen, das Jesus begonnen hat.

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Welche „Früchte“ bringen wir als „Menschheitsfamilie“ hervor? Verstehen wir uns überhaupt als eine solche? Diese Frage bedarf als erstes einer Antwort. Denn von ihr hängt alles weitere ab.

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Alle spirituelle Entwicklung fängt damit an, dass ich vor meiner eigenen Haustür kehre. Die Projektion eigener Unzulänglichkeiten und Unvollkommenheiten auf andere Menschen ist im höchsten Maße kontraproduktiv.
Sobald ich hingegen anfange, auf mich selbst zu schauen, mein eigenes Verhalten zu beachten, stelle ich unweigerlich fest, wie weit ich hinter meinen eigenen Idealen zurückbleibe.
Eine solche Feststellung hat nichts mit Selbstverurteilung zu tun; sie ist einfach nur das Ergebnis einer nüchternen Sichtung meiner je aktuellen Situation.

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Als Goethe am 22. März 1932 im Sterben lag, sollen seine letzten Worte gewesen sein: „Mehr Licht!“. In diesen auf die größte Lichtfülle des Jahres zustrebenden Tagen liegt es nahe, sich über die Wirkungen des Lichts im kosmischen Gefüge Gedanken zu machen. Sie sind so vielfältig und zahlreich, dass es eine Ewigkeit bräuchte, wollte man sie aufzählen und beschreiben! Das gilt selbst dann, wenn nur der Einfluss des Lichts auf den Menschen Gegenstand der Betrachtung wäre. Eine aufschlussreiche Zusammenfassung findet sich unter: https://auge-online.de/wissenswertes/bedeutung_des_lichtes

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